Bluetooth FAQ

Was bedeutet bei Bluetooth "koppeln"?

Das “Koppeln” oder auch “Pairing” bezeichnet den ersten Verbindungsaufbau zwischen zwei Bluetooth-fähigen Geräten. Hierbei authentifizieren sich die Geräte gegenseitig und tauschen sich darüber aus, welche Bluetooth-Profile zur Nutzung zur Verfügung stehen. Nach diesem Vorgang wird die Verbindung zwischen den beiden Geräten versschlüsselt und der Pairing-Prozess ist abgeschlossen.

Da manche Bluetooth-Profile auch Zugriff auf sensible Daten erlauben, beispielsweise Telefonbucheinträge, wird in vielen Fällen eine Interaktion wie die Eingabe eines Codes durch den Benutzers eingefordert.

Was bedeutet bei Bluetooth "paarweise"?

Unterstützen die zu verbendenden Bluetooth-Geräte auch eine “paarweise Verbindung” bzw. “Bonding”, kann im Kopplungsprozess auf dem Mastergerät eine Zahlenkombination eingegeben werden, welche auf dem Slave-Gerät ebenfalls eingegeben werden muss.

Die Geräte speichern die für den Pairing-Prozess notwendigen Daten und können diese für die nächste Verbindung nutzen, sobald die Geräte sich wieder in Reichweite befinden.

Was bedeutet bei Bluetooth "gekoppelt"?

Nachdem die zu verbindenden Bluetooth-Geräte den Kopplungsprozess durchlaufen haben, bezeichnet man sie als gekoppelt. Die Datenverbindung zwischen den Geräten ist fertig aufgebaut werden und die innerhalb der verwendeten Bluetooth-Profile vorgesehenen Funktionen genutzt werden.

Seit wann gibt es die Bluetooth Technologie?

Die ursprüngliche Erfindung geht zurück auf eine Entwicklung von Ericsson im Jahre 1994. Ursprünglich war Bluetooth dazu konzipiert, die bis dahin weit verbreiteten RS-232-Datenkabel, die in diversen unterschiedlichen Varianten im Einsatz waren, zu ersetzen.

Um einen industrieweiten Standard zu definieren, der eine Herstellerübergreifende Konnektivität gewährleistet, wurde 1998 die Bluetooth Special Interest Group (SIG) gegründet. Die SIG entwickelt den Bluetooth-Standard beständig weiter und definiert bei Bedarf neue Bluetooth-Profile für neue Anwendungsgebiete.

Seit wann gibt es Bluetooth im Auto?

Das erste Auto, in dem eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung eingebaut wurde war im Jahre 2002 der Audi A8. Im darauf folgenden Jahr 2003 entwickelten DaimlerChrysler und Acura mit HandsFree Link (HFL) das erste Schnittstellenprofil, dass auf die Telefonie im Kraftfahrzeug optimiert war.

Aktuell spielen je nach Fahrzeughersteller und Audiosystem vor allem 3 Bluetooth-Profile eine Rolle. Das einfache Headset-Profil HSP ermöglicht nur Standartfunktionen wie Sprachübertragung und das Annehmen und Auflegen. Wesentlich komfortabler ist das aktuelle Handsfree-Profil (HFP), dass zusätzlich noch Komfortfunktionen wie Rufnummernübertragung unterstützt. Viele Telefone und Audiosysteme unterstützen zusätzlich noch das Profil Phone Book Access Profile (PBAP), mit dem sich der Telefonbuch das Mobiltelefons hinterlegte Name einer Rufnummer anzeigen lässt.

Wann braucht man Bluetooth?

Die Einsatzgebiete von Bluetooth sind äußerst vielfältig. Ein Einsatz ist immer dann sinnvoll, wenn zwei oder mehr Geräte über kurze Distanzen per Funk miteinander kommunizieren sollen. So lassen sich Kabelverbindungen durch Funkstrecken ersetzen. Verbindungen zwischen Geräten lassen sich kurzfristig und flexibel bei Bedarf einrichten.

Die bekanntesten Anwendungsfälle sind Freisprecheinrichtungen im Kraftfahrzeug, aber auch Eingabegeräte für Computer, Tabletts oder Spielekonsolen wie schnurlose Tastatur, Maus oder Gamepads. Ebenso sind schurlose Bluetooth Kopfhörer und Headsets so weit verbreitet, dass einzelne Mobiltelefonhersteller auf die Klinkenbuchse für Kopfhörer verzichten.

Auch bei vielen SmartHome-Lösungen und Alarmanlagen werden Bluetooth-Schnittstellen zur Steuerung, aber auch zur Datenübertragung zwischen den Komponenten eingesetzt.

Da Bluetooth aber im Vergleich zu anderen Funktechnologien eine sehr geringe Störanfälligkeit, die auf Grund der hohen Zuverlässigkeit auch in der Industrie bei der Prozessautomatisierung genutzt wird.

Ein immer wichtiger werdender Zweig der Bluetooth-Technologie sind Anwendungen im Medizinischen Sektor. Prothesen und Implantate lassen sich mittels Bluetooth-Verbindungen überwachen und konfigurieren. Dazu zählen heutzutage neben modernen Arm- und Beinprothesen auch Insulinpumpen oder Herzschrittmacher. Darüber hinaus können viele ehemals kabelgebundene Sensoren zur Überwachung von Körperfunktionen mittels Bluetooth für Patienten und medizinisches Personal komfortabler eingesetzt werden.

Was heißt Bluetooth auf deutsch?

Die direkte Übersetzung von Bluetooth lautet “Blauzahn” und steht für einen Industriestandard zur Datenübertragung über kurze Distanzen per Funk. Der Name leitet sich vom dänischen König Harald Blåtand, im englischen Harold Bluetooth, her und symbolisiert den Austausch und die Zusammenarbeit unterschiedlichster Technologien unter einem Standard.

Was ist Bluetooth Tethering?

Tethering ist eine Möglichkeit, die Internetverbindung eines Gerätes mit weiteren Geräten zu Teilen. Innerhalb von Windows wird diese Gateway-Funktion auch als “Internetfreigabe” bezeichnet.

Eine typischen Anwendung von Tethering ist eine bestehende mobile Datenverbindung mit dem Internet für Tabletts oder Notebooks zur Verfügung zu stellen. Gegenüber dem WLAN-Tethering bietet Bluetooth-Tethering zwar eine geringere Datentransferrate, arbeitet dabei aber deutlich energieeffizienter. So ermöglicht Bluetooth-Tethering wesentlich längere Akkulaufzeiten im mobilen Einsatz.

Welche Bluetooth Version ist die neueste?

Die aktuelle Bluetooth Version ist Bluetooth 5. Der neue Standard wurde im Juni 2016 angekündigt und im Dezember des gleichen Jahres veröffentlicht. Neben einer höheren Datenrate und einer Vervierfachung der Reichweite zielt die neue Version stärker auf bessere Unterstützung von Anwendungen im Bereich Internet-of-Things (IoT) ab.

Die ersten Geräte mit Bluetooth 5 sind voraussichtlich ab Anfang/Mitte 2017 im Handel erhältlich.

Welches Bluetooth hat das iPhone 5, 6, 6s und 7?

Das iPhone 5 verfügt über ein Bluetooth 4.0-Modul.

Das iPhone 6 unterstützt Bluetooth 4.0 (bis iOS 8.4) und Bluetooth 4.2 (ab iOS 9).

Das iPhone 6s ist mit Bluetooth 4.2 ausgestattet, mit dem auch das aktuelle iPhone 7 versehen ist.

Wer erfand und entwickelte Bluetooth?

Bluetooth wurde Ende 1990er Jahren Bluetooth Special Interest Group (SIG) entwickelt. Federführend bei der Entwicklung des Bluetooth-Industriestandards zur Funkdatenübertragung waren Ericsson, IBM, Intel, Nokia und Toshiba. Mittlerweiler gehören der SIG über 30.000 Unternehmen an. Die Bluetooth-Technologie wird nach wie vor weiter entwickeln und die Bluetooth SIG gibt neu definierte Standards heraus.

Wichtige Unternehmen, die Bluetooth mit Ihren Produkten promoten sind unter anderem Apple, Intel, Microsoft und Nokia.

Wie Bluetooth aktivieren bei Windows 10?

Zunächst muss die Windows 10 Einstellung-App aufgerufen werden. Geben Sie dazu in der Windows-Suche “Einstellungen” oder “Settings” ein. Klicken Sie innerhalb der App auf “Geräte” und rufen dort den Reiter “Bluetooth” auf.

Alternativ kann in der Windows 10-Suche auch direkt nach “Bluetooth” gesucht werden.

Windows 10 sucht automatisch nach verfügbaren Geräten. Damit das Gerät gefunden und angezeigt wird, muss auf diesem Gerät Bluetooth aktiviert sein. Nun können Sie das gefundene Bluetooth-Gerät mit “Koppeln” mit dem PC verbinden

Je nach gekoppeltem Endgerät müssen noch weitere Einstellungen vorgenommen werden. Werden beispielsweise Bluetooth-Lautsprecher oder Headsets genutzt, müssen in den Wiedergabegeräten bzw. den Aufnahmegeräten noch die jeweiligen Kanäle aktiviert werden. Diese Einstellungen können in dem Kontextmenü vorgenommen werden, welches mit einem Rechtklick auf die Lautstärkeregelung in Windows 10 geöffnet wird.

Wie viele Bluetooth Geräte gleichzeitig beim Mac und PC?

Per Bluetooth lassen sich Piconets aufbauen, in denen 256 Geräte adressiert werden können. Von diesen maximal möglichen 256 Geräten lassen können jedoch nur maximal 8 Geräte gleichzeitig aktiv sein. Dementsprechend lassen sich an einem PC oder Mac als Master 7 zusätzliche Bluetooth-Geräte wie Headset, Lautsprecher, Maus, Keyboard aktiv betreiben.

Werden Audiogeräte genutzt, können aufgrund der notwendigen synchronen Übertragung je nach System nur 3 Geräte in einem Piconet verwaltet werden. Mittels Gateways lassen sich bis zu 10 voneinander unabhängige Piconets zu einem sogenannten Scatternet verbinden.

Woher kommt das Bluetooth Zeichen?

Das Bluetooth-Logo ist ein Monogramm aus den altnordischen Runen Hagalaz und Berkano. Damit wird Bezug auf den dänischen König Harald Blåtand, im englischen Harold Bluetooth, genommen, der Namenspatron der Bluetooth-Technologie ist.

Die ovale Form des Bluetooth-Logos greift die Form der Runensteine von Jelling im dänischen Jütland auf. Der Hintergrund für die Wahl des Markennamens “Bluetooth” wird unter “Wo kommt der Name Bluetooth her?” erklärt.

Selbst Berater konnten kein passenderes Markenbranding entwickeln, als die von den Entwicklern Sven Mattisson und Jim Kardach erdachte Lösung, die heutzutage in nahezu jedem Smartphone zum tragen kommt.

Wo kommt der Name Bluetooth her?

Ursprünglich wurde Bluetooth unter dem Namen “Multi-Communicator Links” oder auch unter “MC Links” von Ericsson Mobile Communications entwickelt. Nach einer erfolglosen Präsentation unterhielten sich die Entwickler Sven Mattisson und Jim Kardach und kamen dabei auf den Roman “The Long Ships” von Frans G. Bengtsson.

In diesem Roman geht es unter anderem um den dänischen König Harald Blåtand, im englischen Harold Bluetooth, der im 10. Jahrhundert ehemals verfeindete Kriegsparteien aus dem heutigen Dänemark, Norwegen und Schweden unter einer Krone einte.

Diese Symbolik griffen die Entwickler im neuen Namen für Ihr Projekt auf, da sie nichts Geringeres vorhatten, als die Kommunikation zwischen den unterschiedlichsten Endgeräten auf einen einheitlichen Standard zu bringen.

Seitdem leitet sich der Name für die Bluetooth Technologie vom dänischen König Harald Blåtand ab.

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